3.3.4. Konjunkturtheorie

Die Konjunkturtheorie versucht die Ursachen der konjunkturellen Schwankungen und deren Folgen zu erklären.[172] Im Zusammenhang mit dieser Thematik haben sich in der Vergangenheit zahlreiche verschiedene Theorien entwickelt. Dabei sind zwei wesentliche Ursachenkomplexe zu unterscheiden.[173] Die exogene Konjunkturtheorie betrachtet äußere Faktoren, wie den technischen Fortschritt, Kriege, Naturkatastrophen oder die Bevölkerungsentwicklungen, als Auslöser von wirtschaftlichen Schwankungen. Dagegen konstatiert die endogene Theorie die konjunkturellen Bewegungen mit Einflüssen innerhalb des Wirtschaftsprozesses, z. B. durch zu geringe gesamtwirtschaftliche Nachfrage.[174] Weitere bedeutende Konjunkturtheorien sind die Überproduktionstheorie, die Überinvestitionstheorie, die monetäre Konjunkturtheorie und die psychologische Konjunkturtheorie.[175]

Abbilung 16
Abbildung 16: Überlagerung von Kitchin-, Juglar- und Kondratieffzyklus | Quelle: Maußner, A. (1994), S. 5.


172Vgl. Meyers Lexikon (2007): Konjunktur.
173Vgl. Maußner, A. (1994), Zusammenfassung auf der Buchrückseite.
174Vgl. Bundeszentrale für politische Bildung (2007): Konjunkturtheorie.
175Vgl. Hartmann, G. (1974), S. 284-287.